top of page

Der Heilige Nikolaus und die geheimnisvolle Stadt Myra – eine Reise zu den Wurzeln einer Legende

Myra (heute Demre) - eine Stadt voller Mythen und Geschichen
Myra (heute Demre) - eine Stadt voller Mythen und Geschichen


Stell dir vor, du wanderst an einem milden Wintertag durch eine alte Stadt an der türkischen Mittelmeerküste. Die Sonne steht tief, das Meer glitzert, und zwischen grünen Hügeln tauchen plötzlich Felsengräber und alte Mauern auf. Du bist in Myra – dem Ort, an dem eine der berühmtesten Gestalten der Weltgeschichte lebte: der Heilige Nikolaus.



Die Felsengräber von Myra / Demre
Die Felsengräber von Myra / Demre

Myra – wo Geschichte und Legenden sich treffen


Myra heißt heute Demre und wirkt auf den ersten Blick wie eine ruhige Kleinstadt. Aber wenn du ein paar Schritte machst, stehst du vor einem riesigen antiken Theater, hinter dem sich Felswände erheben, in die vor über 2.000 Jahren Grabstätten gemeißelt wurden. Hier riecht alles nach Vergangenheit – und nach Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden.





Nikolaus – der Mann hinter dem Mythos


Bevor Nikolaus zur Legende wurde, war er einfach ein Mensch aus Lykien. Er wuchs in Patara auf, nicht weit entfernt von Myra. Die Geschichten sagen, dass er schon als Kind ein Herz hatte, das größer war als er selbst. Und als er schließlich Bischof von Myra wurde, blieb er genau dieser Mensch: einer, der hilft, ohne groß darüber zu reden. Einer, der hinschaut, wenn andere wegsehen.

Man erzählt, er habe Armen heimlich Geld zugesteckt, Seeleute aus Stürmen gerettet oder Unschuldige vor dem Tod bewahrt. Stell dir vor: In einer Welt ohne Social Media, ohne Handyvideos, ohne Schlagzeilen wurde er durch seine Taten berühmt. Einfach weil die Menschen spürten, dass er es ernst meinte.



Der heilige Nikolaus
Der heilige Nikolaus


Die Geschichten, die Wärme in die Winter bringen


Die Legenden über Nikolaus sind wie kleine Lichter, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Eine der schönsten ist wohl die mit den drei goldenen Kugeln: Drei junge Frauen, deren Familie zu arm war, um sie zu verheiraten. Nikolaus zog nachts los und warf ihnen Gold durchs Fenster. Ohne Worte, ohne großen Auftritt – einfach so.

Oder die Geschichte mit dem Kornwunder: Myra hungerte, ein Schiff voll Getreide lag im Hafen und Nikolaus überredete die Seeleute, einen Teil abzugeben. Am Zielhafen soll dann trotzdem alles vollständig gewesen sein. Du kannst dir vorstellen, wie viel Hoffnung solche Geschichten geschenkt haben müssen.



Die alte Nikolauskirche – ein Ort, der dich leise berührt


Wenn du heute nach Demre reist, kannst du die Kirche betreten, die über dem Grab des Heiligen errichtet wurde. Der Duft alter Steine, die kühlen Mauern, die verwitterten Fresken – all das erzählt dir ohne Worte, wie wichtig dieser Mann für die Menschen gewesen sein muss.

Zwar liegen viele seiner Reliquien inzwischen in Bari in Italien, aber die Seele der Geschichte bleibt in Myra. Manchmal, wenn du dort ganz still bist, kannst du fast glauben, dass der Bischof selbst noch durch die Gänge geht.





Was wir von Myra mitnehmen können


Vielleicht ist das das Schönste an Nikolaus: Er erinnert uns daran, dass es oft die stillen Gesten sind, die die größte Wirkung haben. Myra ist mehr als eine historische Stadt – es ist ein Ort, der uns zeigt, wie weit Freundlichkeit reisen kann, wenn sie einmal ihren Weg in die Welt gefunden hat.


Wir haben Myra, das heutige Demre, im Dezember 2022 besucht und waren tief beeindruckt von der Kirche, in der der heiliige Nikolaus Bischof war und von den antiken, archäologischen Stätten, die beeindruckend lebendg Geschichte erzählen.




Kommentare


bottom of page