5 - Kreta - Milia Mountain Retreat mit schöner Rundwanderung
- Sondra Parlayan

- 12. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Was so schwer zu finden ist, muss einfach gut sein!
Dreimal sind wir die neue Hauptstraße, die in der Nähe von Vlatos durch die Berge gefräst wurde, gefahren und haben die Abfahrt zum Milia Mountain Retreat gesucht. Laut Google Maps musste sie hier sein. Schließlich sind wir von der alten Landstraße von Vlatos aus heran gefahren - und siehe da, es war sogar ausgeschildert (und wie ich erst hinterher gesehe habe, steht auf der Homepage sogar, dass man für die Anfahrt nicht Google Maps nutzen soll). Aber erst einmal ging es noch kilometerweit über eine schmale Straße, die irgendwann zu einem Weg wurde, bergeinwärts, bis wir den kleinen Parkplatz erreichten. Von da aus ging es zu Fuß weiter, und kurz darauf erreichten wir das Milia Mountain Retreat.
Das Milia Mountain Retreat war ursprünglich eine mittelalterliche Siedlung, die verfallen ist und Anfang der 90er nach 12 Jahren Restaurierungsarbeiten wieder die Pforten für Gäste öffnete. Doch dann verließen die Bewohner die Siedlung wieder, und die Natur eroberte sie zurück - bis die beiden Eigentümerfamilien zurück kehrten und Milia wieder herrichteten. Dabei hatten sie sich zum Ziel gesetzt, alle ihnen bekannten Methoden der ökologischen Sensibilität anzuwenden.
Heute ist das Milia Mountain Retreat eine Selbstversorger-Eco-Lodge, das die Energie über Solaranlagen bezieht und warm Wasser und Heizung mit Holz erzeugt werden müssen. Zum Retreat gehört ein feines, mit einem Award ausgezeichnetem Restaurant. Das verbindet die traditionelle kretische Küche mit moderner, frischer Interpretation. Die Bio-Lebensmittel stammen vom eigenen Anbau.
Weitere spannende Details zu den ökologischen Maßnahmen und auch deren Herausforderungen kannst du bei Interesse auf der Homepage nachlesen.


Wir wandern die Kastelos-Gipfel Runde
Wenn man durch die Steinhaussiedlung durchgeht, erreicht man die Wanderwege. Wir folgen der Kastelos-Gipfel Runde, die uns hinauf und um den Berg führte. Immer wieder mussten kleine Gatter geöffnet werden, und Ziegen leisteten uns am Wegesrand Gesellschaft.
Dabei veränderte sich die Landschaft von schmalen Pfaden zu Olivenhainen und Alm-ähnlichen Wiesen. Und bevor es zum Umkehrschwung überging, hatten wir noch einen wunderbaren Blick auf die vor uns liegende Bucht. Sie sah so nah aus, dabei waren es noch rund 10 km Luftlinie zum Meer.
Was zunächst bergan ging, wurde auch wieder bergab gelaufen, quer durch einen Olivenhain bis unten zur Straße, und dann wieder bergan. Pust! Kurz vor dem Retreat kamen wir noch an einer hübschen, kleinen Kapelle an. Dann noch ein Stück bergauf, und ziemlich verschwitzt erreichten wir das Restaurant. Ganz ehrlich, wir hatten mittlerweile Anfang November, es war bedeckt, und ich hätte hier nicht im Sommer wandern wollen. So war es perfekt. Alles in allem war es eine wunderbare Wanderung, die wir sehr empfehlen können.

















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